Pflegekräfte sind tagtäglich unterwegs, bei Wind und Wetter, mit oft schwer planbaren Einsätzen. Dabei kann schnell etwas passieren – ein Sturz auf der Treppe, ein Unfall auf dem Weg zum Patienten oder ein Ausrutscher im Bad. Doch wer kommt für die Folgen auf? Und reicht der Schutz der Berufsgenossenschaft wirklich aus?
Willkommen zur nächsten Folge unserer Blogreihe „Welche Versicherungen braucht ein ambulanter Pflegedienst?“ – diesmal: Die private Unfallversicherung für Pflegekräfte.
🏥 BG-Versicherung – Pflichtschutz mit Lücken
Ja, Pflegekräfte sind über die Berufsgenossenschaft versichert. Aber dieser Schutz gilt nur in bestimmten Fällen:
Nur bei Arbeits- oder Wegeunfällen
Kein Schutz in der Freizeit
Leistung oft erst ab einer gewissen Invalidität
Zudem sind die Leistungen gedeckelt und oft nicht ausreichend, um Verdienstausfälle, Umbauten oder Reha-Kosten zu decken.
🚨 Typische Unfallrisiken im Pflegealltag
Ambulante Pflege bedeutet: Viele Wege, körperliche Belastung, enge Zeitpläne. Die Risiken sind vielfältig:
Stolpern über unebene Bürgersteige
Ausrutschen im Bad oder Treppenhaus des Patienten
Verkehrsunfälle bei hektischer Fahrt zwischen Terminen
Unfälle beim Heben oder Lagern von Patienten
Eine zusätzliche Absicherung ist deshalb kein „Nice-to-have“, sondern kann im Ernstfall Existenzen schützen.
✅ Private Unfallversicherung – das bringt sie wirklich
Im Gegensatz zur BG-Versicherung greift die private Unfallversicherung rund um die Uhr – auch in der Freizeit. Sie bietet:
Kapitalzahlung bei Invalidität (z. B. Umbaukosten, Autoanpassung)
Unfallrente bei dauerhafter Einschränkung
Krankenhaustagegeld oder Genesungsgeld
Todesfallsumme für Hinterbliebene
Bergungs- und Rückholkosten
Viele Tarife bieten Zusatzbausteine wie Reha-Management, Soforthilfe bei Knochenbrüchen oder kosmetische Operationen.
👥 Für welche Mitarbeitenden lohnt sich das?
Die Antwort: Für alle. Besonders relevant ist die Unfallversicherung aber für:
Pflegehilfskräfte, die oft körperlich besonders belastet sind
Mitarbeiter:innen mit Teilzeitverträgen – denn bei geringem Einkommen kann ein Unfall massive Folgen haben
Alleinverdiener:innen, die auf das Gehalt angewiesen sind
💡 PflegeFlex-Tipp: Gruppenunfallversicherung für das ganze Team
Viele Pflegedienste schließen eine Gruppenunfallversicherung ab – und das hat Vorteile:
Einheitlicher Schutz für alle Mitarbeitenden
Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis
Mitarbeitermotivation durch zusätzliche Leistung
Und: Die Beiträge sind betrieblich absetzbar – ein Win-win für Unternehmen und Team.
🧾 Checkliste: So sichern Sie Ihr Team optimal ab
🔲 Gibt es bereits eine private Unfallversicherung für Mitarbeitende?
🔲 Ist eine Gruppenlösung überlegt oder abgeschlossen?
🔲 Sind auch Freizeitunfälle abgesichert?
🔲 Gibt es eine ausreichende Invaliditätsgrundsumme (Empfehlung: mind. 100.000 €)?
🔲 Ist eine Unfallrente enthalten – und ab welchem Invaliditätsgrad?
🔲 Wird die Versicherung steuerlich richtig behandelt?
🤝 Unser Fazit: Mehr als Pflicht – echte Fürsorge für Ihr Pflege-Team
Als Arbeitgeber im Pflegesektor tragen Sie Verantwortung – nicht nur im Dienst, sondern auch für die Menschen hinter dem Job. Eine gute Unfallversicherung zeigt Wertschätzung, schützt im Ernstfall und kann sogar zur Mitarbeiterbindung beitragen.
Mit PflegeFlex erhalten Sie:
✅ Zugriff auf über 90 Versicherungspartner
✅ Persönliche Beratung zu Gruppenlösungen
✅ Versicherungsschutz, der zu Ihrem Pflegedienst passt
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